Weingebiet Szekszárd

 

"Opfere dem Hirten, trink und du wirst leben."

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Diese Aufschrift aus der römischen Zeit belegt, dass es in Szekszárd -im Altertum Alisca genannt- eine entwickelte Weinkultur vorhanden war. Die Geschichte belegt, dass die Benediktinermönche der im Jahre 1061 gegründeten Szekszárder Abtei die Weinbaukultur fortführten. Die erste Kadarka-Weinrebe wurde von serbischen Siedlern, die vor den Türken geflohen sind, gesetzt. Szekszárd, eines der ältesten Weingebiete des Landes liegt auf einem 2400 Hektar großen Fläche, die zwei wichtigsten Teile sind einerseits das Szekszárder Weinberggebiet, andererseits eine etwas weiter von Szekszárd liegende ganze Reihe von Dörfern. An den Hängen des im allgemeinen 100-120 Meter hohen Szekszárder Weinberges sind Versauerungen

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und Erdrutsche nicht selten, dabei wird lehmiger, steiniger Boden sichtbar.

Die überwiegend körperreichen Rotweine verdanken ihren hohen Säuregehalt dem natürlichen Tanningehalt und der langen Gärung auf den Fruchtschalen. Eine charakteristische Rebsorte der Gegend ist Kadarka, sie wird aber selten in Flaschen gefüllt, und ist immer noch eine echte Rarität. Hervorzuheben ist noch das Szekszárder Stierblut mit antikem Ursprung, denn wie man sagte "Szegzárder Stierblut ist wertvoller als eine Arznei." In der Umgebung von Szekszárd sind vor allem die körperreichen, schweren Rotweine verbreitet, es sind aber auch die zarten Roséweine beliebt. Es gibt auch Weißweine auf diesem Gebiet, sie sind aber säurenarme, zarte Weine, obwohl ihr Alkoholgehalt dank den günstigen klimatischen und Bodengegebenheiten relativ hoch ist.